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Wohnen in H’damm: Die Straße Hasseldiek

(Autor/Quelle: Hans Reichert,  Hasseldieksdammer Rundbrief 2/2008)

Der Hasseldiek ist eine untergeordnete Straße, die Kleingärten und mehrere zum Teil bebaute Eigentumsgrundstücke erschließt.

Der Hasseldiek 2008

Vom Hasseldieksdammer Weg kommend, gleich hinter dem Bahnübergang Kiel-Flensburg, meist unbeachtet von Verkehrsteilnehmern auf der Hofholzallee, schlängelt sich von der Hofholzallee der Hasseldiek am Anfang neben der Hasseldieksau und mehr oder weniger dicht an der Bahnlinie an Kleingärten und am Ende an zum Teil bebauten Eigentumsgrundstücken vorbei. Er endet am Wanderweg, der vom Westring  durch das Gartengelände und über die Bundesstr. 76 entlang der Autobahn 215 an offenem Gelände, einer Koppel und einem Regenwasserauffangbecken zum Uhlenkrog führt.

Der Krieg nach 1945 hatte zur Folge, dass sich insbesondere in den Kleingärten Flüchtlinge aus Ostdeutschland und Bombengeschädigte aus Kiel eine Bleibe schufen. Sie fanden hier mehr Freiheit und Gestaltungsmöglichkeit als in den Lagern und Notunterkünften. Auch konnten sie in ihren Gärten den Bedarf an Nahrungsmitteln durch Anbau ergänzen.

Vor dem Bau der Autobahn Nr. 215 führte der Hasseldiek bis zum Kolonnenweg und endete zwischen zwei beschrankten Bahnübergängen Kiel-Flensburg und Kiel-Rendsburg. Der Kolonnenweg war damals durchgehend vom Hasseldieksdammer Weg bis zum Uhlenkrog.

Vom Hasseldiek ging ein Feldweg ab, der am Wall des Bahngleises Kiel-Rendsburg an Koppeln und Kleingärten vorbei bis zu einer Absperrung führte. Dahinter waren Anbauflächen von Gärtnereien. Die vorstehend erwähnten Kleingärten befanden sich in etwa dort, wo heute die Uhlenkrogbrücke ist. Insbesondere dieser Weg bot Anlass für viele Spaziergänger, die noch ruhige Natur mit ihrer großen Vielfalt zu nutzen, um Abstand von den schlimmen Erlebnissen des Krieges und der damals gegenwärtigen Not zu gewinnen.