Printversion

Ausflug zum Heimat-Museum in Eckernförde

Am Dienstag, den 04.11.2014, machten sich 30 gutgelaunte Hasseldieksdammer und unser lieber Fahrer Martin bei bestem Wetter auf nach Eckernförde an der Ostsee! Gestartet wurde um 13:30 Uhr. Den meisten von uns war bekannt, daß wir einen tollen Museumsbesuch vor uns hatten und die Vorfreude war groß! Die Fahrzeit verging wie im Fluge mit netten Gesprächen und schwupp waren wir auch schon nach ca. 20 Minuten über die Schnellstraße am Zielort! Martin entließ uns direkt an der sehr romantischen Einkaufsstraße von Eckernförde, suchte flugs einen Stellplatz für unser „Transportmittel“ und gesellte sich wieder zu uns. Die Eckernförder Innenstadt punktet mit viel alter Bausubstanz, niedlichen kleinen Geschäften und – vielen entspannten Fußgängern! Wir hatten viel Freude an dieser schönen und - nicht- hektischen Atmosphäre. Nach einer guten Viertelstunde hatten wir das Völkerkunde-Museum Eckernförde  (www.museum-eckernfoerde.de) erreicht! Das Museum wurde 1975 auf Initiative Hans Jessens mit finanzieller Unterstützung der Martin-Kruse-Stiftung im bescheidenen Rahmen nicht genutzter Schulräume eingerichtet. Mit dem Umzug der Stadtverwaltung in einen Neubau ergab sich die einmalige Chance, das alte Rathaus als historischen Ort der Historie umzuwandeln. Die Stadt restaurierte mit Unterstützung des Landes Schleswig-Holstein das Gebäude und richtete es 1987 als Museum ein. Was gab es nun zu bestaunen? Eine sachkundige Museumsführerin begleitete und informierte uns. Die Entwicklung von Tourismus und Verkehr spiegelt sich im zunächst kleinen Ostseebad Borby-Eckernförde wieder; was früher mit einem kleinen Badehaus begann, ist inzwischen zur sogenannten „weißen Industrie“ und damit zu einem der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren der Stadt geworden. Badeutensilien, Souvenirs, Fotografien zeigen, wie sich das Badeleben in Eckernförde entwickelt hat. Ein tolles Eisenbahnmodell (bitte nicht berühren) von 1951 verdeutlicht die Rolle des Verkehrs für den Tourismus im 20. Jahrhundert. Auch die damalige Arbeitswelt wurde uns nicht vorenthalten! Die berühmten „Kieler Sprotten“ stammen aus Eckernförde und trieben die Fischverarbeitungsindustrie voran! Wir bestaunten Netzmodelle, Fischereigeräte und Gegenstände aus Räuchereibetrieben. Sehr interessant auch der Kolonialwarenladen aus Seeholz, der von etwa 1910 bis 1980 betrieben wurde. In der sog. „Kleinen Galerie“ wurden Malerei der Eckernförder Künstler Friedrich Thöming (Italienbilder), Carl Fiebig, Max Streckenbach (Blumenbilder) und der Künstlerfamilie Baasch sowie des nur wenige Jahre in Eckernförde tätigen Carl Bössenroth mit seinen impressionistischen Darstellungen des Hafens gezeigt. Wir erfuhren viel Interessantes aus der Historie von Eckernförde! Im Verlauf der schleswig-holsteinischen Erhebung scheiterte am 5. April 1849 ein dänischer Landungsversuch am Widerstand der schleswig-holsteinischen Verteidiger Eckernfördes. Die Explosion des dänischen Linienschiffes „Christian VIII.“ wird hier in zahlreichen bildlichen Darstellungen aufgezeigt und sogar Fundstücke des zerstörten Schiffes gibt es hier zu bewundern. Das eine Kriegszeit immer eine „Unzeit“ ist, zeigten uns auch die Darstellungen über den Nationalsozialismus, den zweiten Weltkrieg und die Nachkriegs-Notzeit, die an Eckernförde nicht spurlos vorbeigegangen sind! Im Dachgeschoss geben Dokumente und zahlreiche Objekte Einblick in die Lebenssituation der Menschen während des Dritten Reiches sowie der Flüchtlinge, die ab 1945 in Eckernförde eine Bleibe fanden. Nach so vielen interessanten Informationen hatten alle das Bedürfnis, etwas für das „Innenleben“ zu tun! Wir hatten Glück: Das süße Café „Tortenstübchen“ erwartete uns! Einmal über den Marktplatz gegangen, waren wir auch schon dort! Das Café ist bekannt durch die TV-Sendung „Mein Nachmittag“. Es wurde im Juni 2010 durch Frau Gabriele Schmidt eröffnet. Tolle antike Möbel, alte Gegenstände, Bilder, gestickte und gehäkelte Tischdecken, alles mit viel Liebe zum Detail ausgesucht und natürlich viel leckerem Kuchen und Kaffee führten bei uns zu einem ausgesprochen positiven „Wohlfühlgefühl“ und wir verweilten eine geraume Zeit. Natürlich blieben auch heute die Uhren nicht stehen, es war nun Zeit zum Aufbruch. Gemeinsam gingen wir bei immer noch 16°! zu unserem Bus. Nach entspannten 20 Minuten Rücktour setzte uns Martin wieder an unseren Wunschhaltestellen in Hasseldieksdamm ab (lieben Dank für das Fahren an Martin) danke für die Organisation, liebe Doris! Wie immer hat uns dieser Nachmittag sehr gefallen und wir freuen uns schon auf den kommenden 50+ Ausflug im neuen Jahr.

[Susanne Heß]

Zum Vergrößern einfach auf die Bilder klicken