Datum und Zeit:
27. März 2026
19:00 - 20:30

Veranstaltungsort:
AWO Servicehaus
Am Wohld 1
Kiel

Beschreibung:
Extremwettergeschichten: Fürst Franz von Anhalt-Dessau rettet eine Platane und Ludwig van Beethoven sein Leben
Prof. Dr. Hans-Rudolf Bork, Institut für Ökosystemforschung, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Ein Elbhochwasser reißt 1770 eine wertvolle Platane in den in Bau befindlichen und heute weltberühmten Wörlitzer Anlagen fort – Fürst Leopold Friedrich Franz von Anhalt-Dessau rettet sie unter Lebensgefahr aus dem reißenden Strom. Fürst Franz zieht erfolgreich Konsequenzen aus den großen Hochwasserschäden 1770. Der Elbdeich wird erhöht, Wallwachhäuser werden errichtet und Eichen vor dem Deich gepflanzt, die das Eis bei kommenden Winterfluten brechen sollen. Hochwasser bewegt nicht nur Fürst Franz. Ende Februar 1784 schmilzt eine mächtige Schneedecke rasch und das Eis auf den Flüssen bricht auf. Die Eisflut des Rheins setzt Bonn bis zum Münster unter Wasser. Dem 13-jährigen Ludwig van Beethoven gelingt gerade noch rechtzeitig die Flucht. Nach Extremwetter Geflüchtete aus der Kurpfalz bleiben 1709 auf dem Weg nach Nordamerika in England hängen. Daniel Defoe beklagt den Umgang der englischen Regierung und Bevölkerung mit den geflüchteten Deutschen in und um London – es gibt viel Unterstützung und viel Hass. Ursachen und Wirkungen von heutigem Extremwetter verstehen wir erst ausreichend, wenn wir uns mit den Ereignissen in der Vergangenheit detailliert auseinandersetzen.


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