[Jens Wilms]
Eindrücke der Exkursion durch das Hofholz
Das Hofholz ist ein faszinierendes Waldgebiet, in dem man besondere Entdeckungen machen und staunen kann. Hier liegen Steine an der Oberfläche, die hunderte Millionen Jahre alt sind. Das Inlandeis hat sie in der letzten Kaltzeit aus Norwegen, Schweden oder Finnland langsam bis hierher geschleppt. Die skandinavischen Steine liegen auf und in einem lehmig-sandigen Material, das ebenfalls vom Inlandeis hierher gebracht wurde. Es ist eine von der hohen Eisdecke stark verdichtete Grundmoräne. Zum Ende der letzten Kaltzeit entstanden viele kleine Senken. Als das Inlandeis abschmolz, lagen im Hofholz noch einige Zeit Eisblöcke. Dort, wo sie abgeschmolzen waren, verblieben Senken, die bald vernässten. In ihnen wuchsen in der Nacheiszeit Niedermoore auf.
Während des Mittelalters und der Frühen Neuzeit wurde das Hofholz immer wieder intensiv genutzt. Vieh der Bauern weidete hier. Holz wurde zum Bauen und Heizen sowie Laub als Einstreu in den bäuerlichen Ställen verwendet. Schließlich war der Wald stark übernutzt. Das Gut Kronshagen, zu dem das Hofholz schließlich gehörte, beendete die Übernutzung um das Jahr 1800. Gräben wurden angelegt, um die Senken zu entwässern und auch dort Bäume anzupflanzen. 1810 wurde das Hofholz eingehegt, also mit einem großen Wall und Graben eingegrenzt, der heute in Teilen noch gut sichtbar ist. Auf dem Wall wuchs bald ein Dickicht aus Sträuchern und Bäumen. Damit wurde das Eindringen des bäuerlichen Viehs verhindert.
Heute ist das Hofholz ein wundervoller Wald, in dem herrliche Bäume wachsen, darunter viele alte Buchen. Von Stürmen geworfene Bäume bleiben liegen und vermitteln den Eindruck eines naturnahen Waldes. Die Trockenheit der letzten Jahre hat vielen Bäumen jedoch erheblich geschadet. Dies ist ein Ergebnis des aktuellen Klimawandels.
[Hans-Rudolf Bork und Helga Bork]
Eine ausführlichere Version des Berichts mit weiteren Details finden Sie unter Eindrücke/Geschichten oder hier.